Das Debakelteam Königswalde gewinnt vor Spartak Monsterblock und Top in Form
„24 Stunden Volleyball? Ich war dabei!“
Stunden zuvor hat sich so mancher der über 150 Teilnehmer beim 8. 24-h-Volleyballturnier in der Geratalhalle besorgt gefragt, „Warum tue ich mir so etwas eigentlich an?“, als Müdigkeit und schwindende Kräfte dazu führten, dass mancher Teilnehmer „auf dem Zahnfleisch kaute“. Nach der Siegerehrung war jedoch ein Großteil der Strapazen schnell vergessen und jeder Teilnehmer stolz, diese Herausforderung gemeistert zu haben. Bei der nunmehr schon 8. Auflage des wohl größten Freizeitvolleyballturniers im Ilmkreis nahmen 19 Mannschaften mit Spielern aus Geraberg, Elgersburg, Geschwenda, Martinroda, Gräfenroda, Kirchheim, Suhl, Erfurt, Rudolstadt, Königswalde/Annaberg, Bernau, Berlin, München und Ansbach teil, LKA Erfurt hatte kurz vor Turnierbeginn abgesagt. In jeder Mannschaft mussten mindestens zwei weibliche Spieler aufgestellt werden. In diesem Jahr war der Anteil von Frauen erfreulicherweise noch höher, so dass viele Mannschaften teilweise sogar mit drei Frauen spielten. Das Alter spielt bei dem Freizeitvolleyballturnier eine untergeordnete Rolle. So waren viele 17 bis 25 Jahre alte Jugendliche und Schüler aber auch einige angehende, zum Teil fast 60 Jahre alte „Volleyballrentner“ dabei. Insbesondere die Oldies wollen aber auf jeden Fall noch mindestens zwei Mal bis zur 10. Auflage des 24-h-Volleyballturniers dabei sein.
Von Samstag 12.00 Uhr bis Sonntag 12.00 Uhr wurden insgesamt 171 Spiele auf drei Spielfeldern absolviert. Nach dem Modus Jeder gegen Jeden wurde jeweils 2 x 10 Minuten gespielt. So hatte am Ende jedes Team eine effektive Spielzeit von 6 Stunden. Die spielstarken Teams der Vorjahre bestimmten auch in diesem Jahr das Niveau. Titelverteidiger Spartak Monsterblock war gegen die Teams TOP in Form, Hot Balls, Graue Panther und Sieben Zwerge erfolgreich, spielte gegen das Debakelteam aus Königswalde unentschieden, ließ jedoch gegen vermeintlich kleinere Gegner den ein oder anderen Punkt liegen, so dass eine Titelverteidigung nicht möglich war, aber immerhin ein hervorragender 2. Platz erreicht wurde. Turniersieger wurde das Debakelteam aus Königswalde, das sowohl spielstarke Frauen als auch Männer einsetzte und das Turnier von Beginn an dominierte. Aber über die Turnierdauer von 24 Stunden wurde doch der ein oder andere Satz abgegeben. Überraschenderweise konnte das Team BlockADE einen Satz gewinnen und einen Satz unentschieden gegen das Debakelteam gestalten. Nach dem 11. Platz im Vorjahr wurde in diesem Jahr ein hervorragender 8. Platz erreicht. Das Team TOP in Form aus Ilmenau konnte sich vom 4. Platz im Vorjahr steigern und erreichte erstmals einen Podiumsplatz. Vierter wurden die Hot Balls, die zunächst schwach ins Turnier starteten, am Ende jedoch fast alle Spiele gewannen. Nur einen Punkt dahinter erreichten die Grauen Panther aus Bernau und Berlin den 5. Platz. Das Team Sieben Zwerge aus Ilmenau konnte sich im vorderen Tabellenbereich etablieren. Zu einem Podiumsplatz reichte es jedoch in diesem Jahr nicht. Am Ende wurde es Platz 6, vor den Krümelmonstern. Mit etwas Abstand folgten die Teams BlockADE, Letz’s Fetz, SV 1994 Kirchheim und die erste Mannschaft des SV 08 Geraberg. In diesem Team waren die etwas älteren (oder besser erfahrenen) Spieler des Vereins eingesetzt, die über den gesamten Verlauf des Turniers doch einige Punkte mehr sammeln konnten als das zweite Team aus Geraberg, in dem die jugendlichen Spieler aus dem Verein und einige Frauen von der Salzmannschule Schnepfenthal aufgestellt waren. Platz 12 ging an das Team von Hoch die Murmel aus Suhl, die ganz nebenbei auch bei der Barwertung punkteten. Hier gab es für die umsatzstärksten Teams vom Bewirtschaftungsteam um Margitta Glanz und André Eube wieder einen Sonderpokal für die ersten drei Teams. Es siegte Spartak Monsterblock, vor Hoch die Murmel Suhl und den Grauen Panthern.
Dreizehnte wurden die Anonymen Volleyballer vor den Big Blockx und dem Team Meine Lieblingsmannschaft aus München. Das Jugendteam des SV 08 Geraberg II spielte insbesondere zu Beginn des Turniers recht unglücklich und konnte in den ersten Stunden nur wenige Punkte sammeln. Im Laufe des Turniers konnten sich die Spielerinnen und Spieler jedoch steigern und Punkte sammeln. Nach Aussage der Jugendlichen hätte das Turnier noch einige Stunden weiter gehen können, da die eigene Form zum Ende des Turniers immer besser wurde. Spielerisch gesteigert hat sich auch das Team von JdBHS, auch wenn am Ende lediglich Platz 17 heraussprang. Etwas abgeschlagen waren die Teams Gräfinauer Wölfe und BSSV Arnstadt. Die Gräfinauer Wölfe waren beim 8. Turnier Neulinge und konnten positive Erfahrungen sammeln. Am Ende waren sich aber alle Spieler einig, dass bei allem sportlichen Ehrgeiz die Teilnahme entscheidet.
Das Turnier war wie immer perfekt organisiert. Bei der Siegerehrung galt der Dank von Turnierleiter Jörn Kubowicz den Sportfreunden Achim, Sebastian, Markus, Andre, Christian, Peter, Rolf, Roland, Thomas, Andreas und Benjamin für die Unterstützung bei der Turnierleitung, dem Bewirtschaftungsteam um Margitta und André mit Moni, Kerstin, Edda und Thomas, dem Fototeam um Thomas, Peter und Andre, dem Hallenwart Werner Gergele für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des Turniers, Mario Tode, der seine Musikanlage zur Verfügung stellte sowie den Sponsoren Sparkasse Arnstadt/Ilmenau, Renault- und Dacia-Autohaus Eschrich Ilmenau, MFK-Handys Geraberg, Geraberger Autohaus, der Gemeinde Geraberg und dem Schulverwaltungsamt sowie allen Mitgliedern der Abteilung Volleyball des SV 08 Geraberg. Bei der Siegerehrung, die durch Uwe Senglaub von der Sparkasse Arnstadt/Ilmenau und die Turnierleitung vorgenommen wurde, erhielt jedes Team eine Urkunde mit Mannschaftsbild und eine Flasche Sekt. Die ersten drei Teams erhielten einen Verrechnungsscheck mit entsprechender Siegerprämie sowie das Debakelteam als Sieger den Wanderpokal, der von der Gaststätte Zum Waldbad in Gehlberg gestiftet wurde.
Alle Teilnehmer freuen sich schon heute auf das 9. 24-h-Turnier im kommenden Jahr. |